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Was ist Offene Jugendarbeit?

Offene Jugendarbeit hat viele Gesichter

Die Offene Jugendarbeit hat einen eigenen Stellenwert und ist Teil einer sozialen Infrastruktur eines Gemeinwesens. Das Kriterium Offen beschreibt vor allem, dass die Teilnahme nicht an eine Mitgliedschaft in einem Verein oder einer Institution gebunden ist. Es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Dies bringt es mit sich, dass sich das Angebot maßgeblich an den Interessen und Bedürfnissen der Jugendlichen ausrichtet. Der Alltag mit seinen Problemen und Anforderungen steht im Mittelpunkt der Offenen Jugendarbeit. Beteiligung und Bildung geschieht im Austausch und erfordert Mitgestaltung und Mitbestimmung durch die Jugendlichen. Die Offene Jugendarbeit versteht sich somit als Arbeit für und mit Jugendlichen und findet im Wohnort, also im Dorf oder im Stadtteil statt.

Folgende Auflistung möchte einen Überblick geben und ein Bild von der Vielfalt der Offenen Jugendarbeit vermitteln. Unter offener Jugendarbeit versteht man

  • Einrichtungen wie z.B. Jugendzentrum, Jugendhaus, Jugendtreff, Jugendraum
  • Veranstaltungen wie Mitternachtssport, Ferienprogramm, Projekte, usw.
  • Angebote wie z.b. Beachplatz, Skaterplatz, Spielmobil, Aktivspielplätze usw. die grundsätzlich
    - abgelöst von einem Vereinszweck
    - allen Kindern bis zum 13. Lebensjahr
    - Jugendlichen bis zum 17. Lebensjahr
    - jungen Erwachsenen bis zum 27. Lebensjahr
      offen stehen und Gelegenheit zum Mitmachen bieten.

Die Jugendarbeit wird auch als außerschulische Bildung bezeichnet und ist in § 11 des Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) verankert. Die Jugendarbeit gilt neben Schule und Familie als eigener Sozialisationsbereich. Laut KJHG § 11 umfasst die Jugendarbeit "... für Mitglieder bestimmte Angebote, die offene Jugendarbeit und gemeinwesenorientierte Angebote".

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