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Rechtsextremismus!?

Gewalt im Alltag findet meist zwischen einzelnen Personen oder kleineren Gruppen statt. Hierbei ist es möglich, gezielt gegen den oder die Täter vorzugehen. Was aber, wenn es keine einzelnen Täter oder Gruppen sind sondern man sich einem kompletten Netzwerk gegenüber sieht? Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sind oftmals keine Haltungen und Handlungen Einzelner, sondern eines ganzen Netzwerkes. Für Betroffene und deren Umfeld ist es sehr schwierig auf diese Art von Gewalt zu reagieren. Die Angst vor exzessiver Gewalt und Ausschreitungen kann zu Hilflosigkeit und Ohnmachtsgefühlen führen.

Fremdenfeindliche, antisemitische und rechtsextreme Strukturen wirken durch gezielte Einflüsse auf die Einstellungen Einzelner, sowie der Gesellschaft. Tritt dies verstärkt auf und sind die Betroffenen in dieser Lage überfordert, oder wird von höherer Stelle aus nichts dagegen unternommen, kann die demokratische Grundordnung der Bundesrepublik gefährdet werden

… und was man dagegen tun kann …

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startete ein Bundesprogramm "kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus", das fachkompetente Beratung lokal verortet. Menschen, die Problemstellungen mit rechtsextremen Hintergrund begegnen, dürfen und sollen nicht alleine dastehen. Konkrete Hilfe, Unterstützung und Wissen sind wichtig, um reagieren zu können. Um diese Unterstützung bieten zu können, wurde ein Beratungsnetzwerk gegen Rechts eingerichtet.

Im Landkreis Biberach wurden fünf Berater ausgebildet, wobei die Koordination dieses Netzwerkes beim Kreisjugendreferat, bei der Kreisjugendreferentin liegt, die als Ansprechpartnerin fungiert.
  

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